Instrument zur Selbsteinschätzung

Anwendungshinweise

Liebe Pflegefachperson,

mit dem Fragebogen COREtool können Sie Ihre Kernkompetenzen für die Pflege in der Notaufnahme bei Katastrophen einschätzen. Damit meinen wir genauer gesagt Ihr Wissen, Ihre praktischen Fähigkeiten und Ihr Urteilsvermögen, wenn Ereignisse wie Fluten, Stürme, Hitze oder Unfälle mit vielen Verletzten eintreten.

Der Fragebogen ist in die folgenden acht Bereiche aufgeteilt: (1) Vorbereitung und Planung, (2) Kommunikation, (3) Management eines Ereignisses, (4) Sicherheit und Gefahrenabwehr, (5) Assessment, (6) Intervention, (7) Wiederherstellung und Erholung und (8) Recht und Ethik.

Für jede Aussagen können Sie auf einer Skala von „Trifft vollkommen zu“ bis „Trifft überhaupt nicht zu“ angeben, inwieweit diese auf Sie zutrifft. Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten. Je ehrlicher Sie die Aussagen beantworten, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse. Die Beantwortung des Fragebogens dauert etwa 10 Minuten. Am Ende des Fragebogens finden Sie Hinweise zur Auswertung.

Bei Fragen steht Ihnen das Team des Instituts für Gesundheits- und Pflegewissenschaft (IGPW) der Charité – Universitätsmedizin Berlin gerne zur Verfügung!

Informationen zum Datenschutz

Die Teilnahme an dieser Umfrage ist freiwillig. Alle erhobenen Daten werden anonym verarbeitet und ausschließlich zu wissenschaftlichen Zwecken verwendet.

Es werden keine personenbezogenen Daten erhoben, die eine Identifizierung Ihrer Person ermöglichen.

Domäne 1: Vorbereitung und Planung
Frage 1

Ich kann einen Vorsorgeplan mit persönlichen, familiären und beruflichen Aspekten für einen Katastrophenfall jeder Art erstellen.

Frage 2

Ich bin in der Lage, meinen Arbeitsbereich für einen Katastrophenfall vorzubereiten.

Frage 3

Ich kann beurteilen, zu welchen Themen ich mich fortbilden muss, um auf einen Katastrophenfall vorbereitet zu sein.

Domäne 2: Kommunikation
Frage 4

Ich kann die Kommunikationsstruktur benennen, die in meinem Krankenhaus für einen Katastrophenfall gilt.

Frage 5

Ich kann standardisierte Kommunikationsschemata bei der Übergabe von Patienten anwenden (z. B. ABCDE oder das SBAR-Schema).

Frage 6

Ich kann beurteilen, wann ich in einem Katastrophenfall Informationen sofort an die verantwortliche Person weitergeben muss.

Frage 7

Ich bin fähig, bei einem Katastrophenfall mit Patient*innen in angemessener Weise zu kommunizieren (z. B. transparent informieren, keine Versprechungen machen).

Frage 8

Ich kann in einem Katastrophenfall Hilfsmittel für die Kommunikation mit Personen nutzen, die kein Deutsch sprechen oder in ihrer Kommunikation beeinträchtigt sind (z. B. Informationstafeln oder Bilder).

Domäne 3: Management eines Ereignisses
Frage 9

Ich kann die Organisation des Bevölkerungsschutzes in Deutschland beschreiben.

Frage 10

Ich kann mich an der Umsetzung des Katastrophenschutzplans meines Krankenhauses beteiligen.

Frage 11

Ich erkenne an, dass ich auch in einem Katastrophenfall nur Aufgaben übernehme, für die ich ausgebildet bin.

Domäne 4: Sicherheit und Gefahrenabwehr
Frage 12

Ich kann bei einem Katastrophenfall mit erhöhtem Infektionsrisiko meine Schutzausrüstung richtig anlegen.

Frage 13

Ich akzeptiere, dass ich auch bei einem Katastrophenfall auf meine eigene Gesundheit achten muss (z. B. Pause machen, schlafen, essen und trinken).

Frage 14

Ich bin in der Lage einzuschätzen, ob Kolleg*innen in meinem Bereich während eines Katastrophenfalls Entlastung benötigen.

Frage 15

Ich kann in einem Katastrophenfall – also unter erschwerten Bedingungen – für die Sicherheit der mir anvertrauten Personen sorgen (z. B. Patient*innen und deren Angehörige).

Domäne 5: Assessment
Frage 16

Ich bin in der Lage, bei einem Katastrophenfall das in meinem Arbeitsbereich geltende Sichtungsverfahren für Hilfesuchende anzuwenden.

Frage 17

Ich bin befähigt während eines Katastrophenfalls Symptome oder Vorfälle bei Patient*innen, die auf einen Notfall hinweisen, zu melden.

Frage 18

Ich kann die Abstände benennen, in denen in einem Katastrophenfall in meinem Arbeitsbereich das Sichtungsverfahren erneut durchgeführt wird.

Domäne 6: Interventionen
Frage 19

Ich kann in einem Katastrophenfall die Erstversorgung von Patient*innen nach hausinternem Standard durchführen.

Frage 20

Ich kann erkennen, ob Patient*innen in meinem Arbeitsbereich einer CBRN-Exposition (Kontakt mit chemischen, biologischen, radiologischen oder nuklearen Gefahrstoffen) ausgesetzt waren.

Frage 21

Ich kann beurteilen, welche Patient*innen bei einem Katastrophenfall isoliert werden müssen.

Frage 22

Ich kenne die grundlegenden Prinzipien einer Dekontamination im Katastrophenfall.

Frage 23

Ich kann in einem Katastrophenfall Pflegemaßnahmen je nach Bedarf und Ressourcen priorisieren.

Domäne 7: Wiederherstellung und Erholung
Frage 24

Ich kann daran mitwirken, dass in meinem Arbeitsbereich nach einem Katastrophenfall die regulären Abläufe wiederhergestellt werden.

Frage 25

Ich halte es für wichtig, nach einem Katastrophenfall an der Nachbesprechung teilzunehmen.

Frage 26

Ich bin in der Lage, nach einem Katastrophenfall Anzeichen für mentale Belastungen bei Personen in meinem Arbeitsbereich zu erkennen.

Frage 27

Ich kann Ansprechpersonen benennen, die nach einem Katastrophenfall bei körperlichen und psychischen Beschwerden kontaktiert werden können.

Domäne 8: Recht und Ethik
Frage 28

Ich kann die für meine Tätigkeit in einem Katastrophenfall geltenden Gesetze, Richtlinien und Verfahren benennen.

Frage 29

Ich akzeptiere, dass bei knappen Ressourcen in einem Katastrophenfall Entscheidungen getroffen werden müssen, bei denen das Wohl der Gemeinschaft wichtiger ist als das Wohl des Einzelnen.

Frage 30

Ich kenne institutionelle oder nationale ethische Standards für die Gesundheitsversorgung in einem Katastrophenfall.

Auswertung

Gesamtergebnis